Killerspiele
Killerspiele
Vor zwei Tagen erschütterten zwei Amokläufe die Welt - Einer davon hat sogar nur wenige Kilometer weit weg von hier stattgefunden. Trauer, Aufregung und zugleich auch Verzweiflung - In Gedanken an die Opfer und den Familienmitglieder.
Bis jetzt sind immer noch nicht alle Gründe bzw. Ursachen 100 %ig bekannt, aber in den Medien wird wieder mal über die bekannten Killerspiele diskutiert, was hat es auf sich, mit den „gefährlichen Killer-Spiele"?
Viele Leute, die sich zum Teil von unseriösen Quellen diese „Killerspiele" erklären lassen, fällt es durchaus schwer zu verstehen, warum man solche Spiele überhaupt spielt. Spiele wie z.B.: "Counter Strike, Battlefield, Call of Duty,..." sind für das VHPD-Team keine Fremdwörter, deshalb können wir unsere Erfahrungen damit aus erster Hand teilen.

Quelle: Stauferland-Lan
Das faszinierende an den Spielen ist schneller und hinterlistiger zu sein als seine Gegner. Wenn man zu 6 zusammen sitzt und eine sogenannte „Lan (Local Area Network, was Lokales Netzwerk bedeutet)" veranstaltet, ist es meist ein spannender Wettbewerb zwischen den Kontrahenten. Bei dem es um die schnellsten Reflexe und die beste Taktik geht. „Stupides geballere " ist meist nicht vertreten, es ist eher der taktische Aspekt. Nehmen wir mal als Beispiel das Spiel Counter Strike, bei dem es um den Kampf zwischen Gut (Counter Terroristen, was die Polizei darstellt) und Böse (Terroristen) geht. Es ist nicht das „töten" was man will, sondern auf der guten Seite eine Bombe entschärfen oder Geiseln retten, die Terroristenseite gibt das contra dazu. Seit Jahren gibt es die ESL (Electronic Sports League), aber in der ESL sind nicht nur „Killerspiele" sondern auch Spiele wie FiFa. Es spielen Millionen Menschen Spiele wie „Counter Strike" und haben keine Straftaten begangen. Es gibt keine Studie die einen Beweis aufbringt, dass Killerspiele die Kriminalität der Menschen fördert. Im vergangenem Jahr Veröffentlichte der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „LEHRER AUF LAN-PARTY", Pädagogen wurden auf eine Lan-Party eingeladen, die meisten spielten an diesem Abend das erste mal Counter Strike. Am Ende des Artikels ist folgendes geschrieben:
"Mit ihren Schülern will sie demnächst darüber reden und vielleicht einmal mit ihnen zusammen spielen. Auch wenn sie Bedenken hat, dass das für die Auszubildenden so ähnlich sein könnte wie legales Sprühen - nicht ganz so attraktiv. Vielleicht wäre es sinnvoll, mal eine Lan-Party an der Schule zu organisieren, überlegt die Rektorin. Oder den Studientag mit dem Thema zu bestreiten. Bisher hatten sie dafür "gesunde Ernährung" vorgesehen."
Es ist eher ein Rollentausch den man in Computerspielen für eine Zeit macht, man muss nicht immer man selbst sein. Wir bezweifeln das ein süchtiger Spieler sich aus seinem Spiel heraus zwingen kann und ein Blutbad veranstalten kann, es ist eher so das diese Menschen gezwungen sind im Netzt zu spielen, und nicht im Reellen Leben. Sollte jedoch jemand der Anschluss zu der realen Welt verloren haben, gibt es viele helfende Therapien, um diese "Sucht" zu bekämpfen.
Wer sich mehr mit dem Thema „Killerspiele" auseinandersetzen möchte: http://www.killer-spiele.info
Was spricht gegen die Killerspiele?
Immer brutaler, umfangreicher und vor allem realistischer werden die Ego-Shooter, wo führt es hin? Die Schwelle zwischen Realität und virtuelles Leben verschwindet - besonders Betroffen sind Kinder. Wenn junge Jugendliche und Kinder schon anfangen brutale Gewaltspiele zu spielen, kann es durchaus folgen für eine Schwäche bei der Wahrnehmung von der Realität haben. Sequenzen die Kinder in Videospielen verarbeiten können durchaus die Realität vergraben, dazu werden die Videospiele immer echter. Wer zurück denkt, kann sich an die 2D Ego-Shooter oder an GTA 1 erinnern, wo man weit weg von der Realität war. Heutzutage ist es anders - Spiele werden realistischer, gleichen optisch unserem täglichen Leben.

GTA 1

GTA 4
Psychisch gesehen hat es auch noch andere Folgen: Menschen reagieren sich ab bei Videospielen, lassen ihre Wut bei den 3D-Modellen aus. Wie eine Droge kann sich das entwickeln, wenn nun von klein auf schon die Realitätsschwelle nicht mehr wirklich wahrgenommen wird und dann noch in schlechte Lebenssituationen kommt, kann es das Fass leicht zum überlaufen bringen.
Es sind viele Sachen die zu so einer Tragödie führen, deshalb sollte die bunte Welt der Medien nicht nur die Killerspiele in den Fokus nehmen - viel wichtiger sind die Psychischen Aspekte, die letztendlich den Täter dazu gebracht haben.
Kommentar von Maximilian Häge und Benjamin Salchow
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